Ein Elektromotor – Komplett aus dem 3D-Drucker

Ich habe mal eine Lehre als Elektromaschinenbauer gemacht und habe daher einen gewissen Bezug zu Elektromotoren, auch wenn ich schon viele Jahre nicht mehr in dem Beruf arbeite.

Wenn ich überlege, was das früher immer für ein Aufwand war: Isolation schneiden, falzen, Spulen wickeln, einlegen, verlöten, binden, mit Gießharz überziehen, trocknen, reinigen, zusammenbauen. Fertig!

Und jetzt kommt eine Meldung, die meine Ausbildung mit meinem Lieblingsthema 3D-Druck zusammen bringt.

Die Uni Chemnitz hat am 13.3. bekannt gegeben, dass sie jetzt einen kompletten Elektromotor in einem Arbeitsgang mit Hilfe eines 3D-Druckers erstellen kann.

Zur Herstellung wurden beim Drucken die Materialien Eisen, Kupfer und Keramik verwendet.

Wie geht das?

Statt mit einem Rollenfilament, wie es im Heimbereich üblich ist, arbeiten die Forscher hier mit Pasten, die sie über Düsen schichtweise auftragen. Ähnlich wie bei der Arbeit mit Ton muss das ganze dann trocknen. Sobald das Material durchgetrocknet ist, wird es bei 300 Grad gebacken. Dabei verbinden sich die Pulverelemente zu festen Materialien.

Ein riesen Vorteil dieser Technik ist, das sich auf diese Weise, mit vertretbarem Aufwand, Elektromotoren in der Losgröße eins herstellen lassen. Dies wird besonders dem Sondermaschinenbau helfen. Zwar fällt die Leistung gegenüber den herkömmlichen Motoren geringer aus, aber das machen diese wieder durch eine bessere Wärmeleitfähig und der Möglichkeit effektiverer Kühlwege wieder wett.

Das sich Motoren auf diese Weise herstellen lassen, das haben die Forscher bewiesen. Als nächstes bereiten sie die Ausgründung des Verfahrens in ein eigenes Unternehmen vor.

Wer sich mit den Machern einmal treffen und das Produkt in Augenschein nehmen möchte, der sollte sich am 23. bis 27. April 2018 zur Hannover Messe an den Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ in Halle 2, Stand A38 begeben.

Quelle:

https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/aktuell/8653

https://www.tu-chemnitz.de/etit/ema/AMMM/index.php

#3d-druck #motoren #elektromotoren #mobilität #chemnitz #hannover-messe

3D Druck – Wie finde ich das richtige Filament?

Wenn man sich mit 3D Druck beschäftigt, dann stellt man fest, dass es eine große Auswahl an Filamenten gibt.

Aber welche Filamente sind gut?
Sagt der Preis etwas über die Qualität eines Filaments aus?
Und was ist die beste Temperaturen für das Filament?

Das richtige Filament

Als ich mit dem 3D-Druck angefangen habe, habe ich den Tipp für eine bestimmte Sorte Filament erhalten. Das war nicht die billigste Sorte, aber bin ich diesem Rat gefolgt und habe mir das Filament gekauft. Nach den ersten Versuchen kam der Wunsch auf, mehr Farben verwenden zu können. Und ich stand wieder vor der Frage, was hole ich mir.Bei der Suche fand ich auf Ebay einen Händler, der ein sehr preisgünstiges PLA hatte (12 € für ein Kilo inkl. Versand).

Ich persönlich finde die Qualität von dem günstigen Filament besser als von dem teuren, welches mir empfohlen wurde. Es kann also manchmal sinnvoll sein, ein anderes Filament auszuprobieren.

Die richtige Temperatur

Eigentlich kann man die Qualität eines Filaments erst dann beurteilen, wenn man auch die optimale Verarbeitungstemperatur kennt. Aber wie findet man die raus?

Teilweise bekommt man von den Lieferanten nur grobe Werte, so wie die folgenden:

PLA Material Hotend 190-230 Grad ud Bett 50-70 Grad

Aber welche Temperatur soll ich denn nun verwenden und bei welcher bekomme ich die besten Ergebnisse? Um das herauszufinden druckt man sich einen sogenannte Heat-Tower. Ein Heat-Tower ist ein 3D-Objekt, welches beim Drucken mit allen für das Material zulässigen Temperaturen gedruckt wird. Da ich das Material bei jeder Temperatur anders verhält, erhält man so einen guten Überblick, wo bei welcher Temperatur die besten Materialeigenschaften sind.

Bild eines Heat-Towers, an dem man erkennen kann, bei welcher Temperatur die beste Verabeitungseigenschaft hat.

Bei dem Blauen Heat-Tower kann man sehr schön erkennen, wie sich das Material bei den unterschiedlichen Temperaturen verhält. Im unteren, wo das Material mit der höchsten Temperatur gedruckt wird, hängt die Brücke mehr durch als bei den anderen Materialien.

Auf der Vorderseite des Tower findet sich eine Temperaturskala, an der man ablesen kann, bei welcher Temperatur ein Material sich nicht optimal verhalten hat.

Wenn wir uns jetzt im Detail das weiße Material anschauen, dann kann man erkennen, dass der optimale Bereich bei 190° liegt. Bei den anderen Temperaturen sind die Zacken rechts nicht sauber, sondern bilden seltsam verformte Kanten.

Downloads und weiterführende Links

Den Heat-Tower, den Sie auf den Fotos sehen habe ich bei Thingiverse runtergeladen:

Die Cura-Projektdatei, die mit den Steuerbefehlen für den Temperaturwechsel versehen ist, könnt ihr hier herunterladen.

Wie die Einstellung in Cura funktioniert, zeige ich in einem Youtube-Beitrag.

Frage? Anregungen? Feedback?

Tags: #thingiverse #Cura #3D-Druck #Filament #PLA #ABS #Heat-Tower

Am 23 + 24 Februar findet in das Barcamp Bonn statt

Am 23 + 24 Februar findet in das Barcamp Bonn statt.

Stephan Mallmann von @ProTransformHQ, https://www.protransform.org und Michael Jopen @derJopen, www.michael-jopen.de werden dort in einem gemeinsamen Vortrag zeigen, wie ein kollaborativer Workflow zum erstellen eines Blogs genutzt werden kann. Michael Jopen wird auch dieses Jahr wieder einen Vortrag zum Thema 3D-Druck anbieten.

Also, wer uns Treffen und / oder unsere Vorträge sehen möchte, der sollte sich schnell noch ein Ticket besorgen.

Bonn bildete am 23.+24. Februar 2018

Wir sehen uns. Hoffentlich.

Warum bekommen Startups eigentlich eine Förderung?

Warum bekommen Startups eingentlich eine Förderung?
Ich finde, das geht gar nicht.
Diese Startups gefährden mit Ihren neuen Ideen die eingesessenen Firmen, die über Jahre ein etabliertes Geschäft aufgebaut und Arbeitsplätze geschaffen haben.
Ich finde es grob Fahrlässig, das Startups mit ihren Visionen versuchen, dieses einfach zu zerstören.

Dadurch fehlen dem Sozialstaat die doch so dringend benötigten Einnahmen.

 

#digitalisierung #startup

Mobilität im Wandel

Mobilität im Wandel

Als ich am Wochenende durch Köln ging fielen mir neue Fahrräder auf.

Diese gehören der Firma Ford, die für die Räder die Infrastruktur Call a Bike der Bahn nutz.

Ein Autohersteller vermietet Fahrräder? Verrückt!

Nein, das ist es nicht. Ford bewegt sich in Richtung Zukunft. Vom Autohersteller zum Mobilitätsanbieter. Ford scheint begriffen zu haben, das Mobilität viele Facetten hat.

Schon heute gibt es in Städten wie Köln eine unübersichtliche Anzahl an Mobilitätsanbietern.

Cambio, Drive Now, Car to Go, Taxi, Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), Die Bahn, KVB Rad, Bahn Call a Bike, Ford Bike

Alle haben Ihre eigene App.

 

Schön wäre es, wenn sich jetzt Dienste bilden würden, für nicht nur einen Anbieter nutzen, sondern mit dem ich das nächste Verkehrmittel passend zum Wetter angeboten bekomme und ich das dann, egal von welchem Anbieter es stammt, einfach buchen kann

Schöne Zukunft.

Gerade stehe ich an Bahnsteig und höre, das meine Bahn Verspätung hat. Zum Glück gibt es Lautsprecher, da der Abschnitt wo ich gerade stehe, keine Echtzeitinformationen über die Strecke besitzt.

Es gibt noch viel zu tun, bis wir eine vollvernetzte Mobilität haben werden.

#mobilität #carsharing #mietwagen #ÖPNV #derjopen

Mein Chromebook Acer 710 Teil 2

Ich habe mein Chromebook lieb gewonnen. (siehe Blogbetrag  )

Für das Geld ist das einfach ein klasse Gerät.

Es funktioniert, man muss sich um nichts kümmern und kann es einfach nutzen.

Einrichtung:

Die Einrichtung des Gerätes verlief einfach und problemlos.

Gerät einschalten, mit dem WLAN verbinden, Daten des Googlekontos eingeben, Einrichtung abgeschlossen.

Danach habe ich erstmal das Gerät auf den neusten Stand aktualisiert.

Google liefert jeden Monat updates für die Chromebooks. So wird ein Chromebook (fast) nie alt.

Der Akku

Was an dem Gerät als erstes auffällt, ist der vorstehende Akku. Der Nachteil von diesem AKku ist, dass das Gerät nicht glatt in eine Tasche passt. Der Vorteil gegenüber anderen Chromebooks: Der Akku ist austauschbar. Auch unterwegs ist der Hubbel hilfreich. Er gibt Halt und auch eine bessere Schreibposition, da das Gerät hinten etwas angehoben wird.

Im Internet habe ich zwei Zeitangaben für die Nutzungsdauer gefunden: 3 bzw. 6 Stunden.

Also, es sind nach meiner Erfahrung eher 3 Stunden, die das Gerät schafft.
Das ist für ein Chromebook schon enttäuschend

Gehäuse und Display

Das Gehäuse besteht aus günstigen, lackierter Kunststoff, der leider sehr schnell zu Kratzern neigt.

Bei dem Gerät sollten man auf jeden Fall ein Tuch zwischen Display und Tastatur legen,da auch das Display leider sehr schnell zu Kratzern neigt.

Das Display liefert ein gutes, klare Bild, mit dem sich schön arbeiten lässt.

Was manchmal ein wenig stört ist, dass der Bildschirm keine matte Oberfläche und daher die typischen Spiegeleffekte hat.

Eingabe und Bedienung

Die Tastatur ist angenehm, es lässt sich gut damit schreiben. Ich persönlich komme mit dieser Tastatur besser zurecht als mit der Tastatur von meinem 15 Zoll Notebook.

Mir gefällt diese so gut, dass ich meine Blogbeträge fast nur noch auf dem Chromebook erstelle.

Eine Arbeitserleichterung sind auch die Multitouchgesten; rechter Mausklick, hoch/runter scrollen, in einer Webseite vor und rückwärts navigieren und noch einige mehr sind eine echte Bereicherung, die ich bei anderen Betriebssystemen inzwischen vermisse.

Ausstattung und Anschlüsse

Angetrieben wird das Gerät durch einen Celeron 847 mit 1,1 Ghz, dem 2 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen.

Normalerweise haben Chromebooks max. 32 GB SSD-Festplattenkapazität. Der Acer 710 hat 320!! GB Speicherkapazität, der aber als normale mech. Festplatte ausgelegt ist. Daher ist er träger als andere Notebooks, hat dafür aber mehr Speicherplatz.

 

Das Gerät ist gut mit Anschlüssen ausgestattet:

1 x VGA / 1 x HDMI / 3 x USB 2.0 / 1 x Fast Ehternet RJ45 / WLAN / Bluetooth /Kensington Lock

Es ist also alles vorhanden, was man so braucht.

Falls Sie auch ein Interesse an einem Chromebook haben, das beschriebene Gerät Ihnen aber nicht zusagt, dann können Sie ja mal einen Blick hier in die  Tabelle werfen. 

In dieser habe ich die Informationen über weitere Chromebooks zusammengetragen.

Haben Sie Fragen zu Chromebooks?
Möchten Sie etwas spezielles Wissen.

Dann können Sie mich gerne über die Sozialen Medien kontaktieren.

 

Viele Grüße

Michael Jopen

#cloud #gsuite #Google #chromebook #acer #digitalisierung #derJopen

Mein Chromebook Acer C710

Ich habe mir ein Chrombook gekauft. Ein ein Acer C710.
Das Gerät ist kein ganz neues, ist aber als ein günstiges (150 EUR), durch den Hersteller refurbishtes Gerät im Internet erhältlich.

Ein #Chromebook ist ein Notebook mit einem Betriebssystem von Google und nach den Vorgaben von Google gebaut.
Betriebssystem? Eigentlich ist das Betriebssystem der Chrome Browser, in dem alle Anwendungen laufen. Auf diese Weise funktionieren die Googleanwendungen auch offline.

Ein Nachteil ist auch der Vorteil. Das Betriebssystem wird von Google gepflegt und immer auf dem aktuellsten Stand gehalten. Durch die zentrale Pflege gilt das System auch als Virenfrei. Aber dafür gibt man sich in die Hände von Google. (Das macht man bei Microsoft und Apple aber auch)

Demnächst erfahren Sie hier mehr, wie sich das Gerät so im täglichen Einsatz schlägt.

 

Ein TÜV-Siegel bedeutet nicht unbedingt sicher

Auf Heise waren am 31.7. und am 1.8. zwei Meldungen in einem Zusammenhang mit dem #TÜV zu lesen. Einmal #TÜV-Saarland und einmal #TÜV-Süd.

Der TÜV Süd* hat sich einen Anbieter gekauft, der public Clouds sicher macht. Der TÜV Süd möchte sich damit als neutraler Betreiber von sicheren Cloudlösungen etablieren. Der Name TÜV verspricht halt Sicherheit.

Ist das so?

Nicht unbedingt, wie die zweite Meldung zeigt.

Dabei geht es um ein Produkt, welches der TÜV Saarland** geprüft und mit einem Siegel versehen hat. Nun hat eine durch den Softwarehersteller beauftragte Firma die Software getestet und dabei schwere Sicherheitsmängel gefunden.

Und was bringen Siegel, wenn der Admin in der Firewall die SMB-Tür offen lässt?***

#Digitalisierung #Cloud #Sicherheit #onpremise #derjopen

Quellen:

*  https://www.heise.de/ix/meldung/TUeV-SUeD-kauft-Anbieter-fuer-hochsichere-Cloud-Systeme-3789034.html

http://www.tuev-sued.de/tuev-sued-konzern/presse/pressemeldungen/tuev-sued-uebernimmt-anbieter-fuer-hochsichere-cloud-loesungen

** https://www.heise.de/security/meldung/Reddoxx-Angreifer-koennen-TUeV-gepruefte-Mail-Archivierungssoftware-kapern-3785041.html

*** https://www.heise.de/security/meldung/SMBloris-fuellt-kompletten-Arbeitsspeicher-3788252.html

Betteln im digitalen Zeitalter

Am Samstag ging ich durch die Stadt und ich wurde wie immer auf Kleingeld angesprochen.
Da ich nur mein Handy dabei hatte fragt ich mich, wie das wohl in Zukunft sein wird, wenn alle nur noch Bargeldlos bezahlen?
Werden dann auch die Bettler ein passendes Terminal haben?
Wird der Staat diese Terminals dann dazu verwenden, um von den Bettlern die Kapital-Ertragssteuern einzuziehen?
Was werden dann die organisierten Bettel-Banden machen? Mehr Einbrüche?

#derjopen #digital_bezahlen #betteln #kriminalität

Arbeit im Wandel der Zeit – Spracherkennung macht Schreibbüros überflüssig

Sie kennen sicher die Schreibüros.

Aber wie lange brauchen wir die Schreibbüros noch?

Schon heute ist es möglich, Texte direkt elektronisch zu diktieren und dann per Mail zu versenden.

Ich habe letztens mit meinem Sohn diskutieren müssen, warum er das 10-Finger-System lernen sollte.
Sein Standpunkt: Papa, bis ich viel schreiben muss, bis dahin ist schreiben per Spracherkennung der Standard.

Was soll man darauf antworten?

Haben Sie ein Android-Smartphone? Dann drücken Sie beim schreiben einer Mail mal auf das Mikrofon rechts in der eingeblendeten Tastatur und sprechen Sie einfach den Text. Sie werden sehen, wie gut das schon funktioniert.
(Gleiches oder ähnliches gilt natürlich auch für Amazon Alexa, Apple Siri oder Mirosoft Cortana)

Vielleicht sind Schreibüros heute noch nicht zu ersetzen, da sie mehr leisten, als nur einfaches abschreiben.
Aber wie sieht das in zehn Jahren aus?

Also liebe Schreibüros, sucht heute schon nach den Services, die auch dann benötigt werden, wenn die Computer die Texte schreiben.

#derjopen